Inhalt

1.00 Pädagogische Grundhaltung

Unser Bildungsverständnis

Kinder haben eigene Sozial- und Grundrechte, die in der UN-Kinderrechtskonvention verankert sind. Alle Kinder haben ein Grundrecht auf Bildung, Erziehung und Betreuung, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht, ihrer kulturellen und ethnischen Orientierung und unabhängig von der Lebenssituation der Eltern.

Wir verstehen Bildung als lebenslangen Entwicklungsprozess des Menschen, der seine geistigen, kulturellen und praktischen Kompetenzen erweitert. Dieser Prozess ist immer aktiv und im sozialen Kontakt. Kinder gestalten diesen individuellen Prozess, indem sie sich forschend und entdeckend ihre Umwelt erschließen.

Unser Bild vom Kind

Kinder wollen selber machen, tun was sie schon können.

Wir wissen heute, dass Lernen mit der Geburt beginnt und auch die Kleinsten aktiv an allem um sie herum teilhaben und ihre Umwelt mitgestalten. Nie mehr lernt ein Mensch so schnell und so viel wie in den ersten Lebensjahren. Kinder lernen in dieser Zeit aus eigenem Antrieb, mit dem ganzen Körper und mit allen Sinnen.

Kinder machen jeden Tag neue Erfahrungen, die sie auf der Grundlage ihrer bisherigen Erlebnisse einordnen und deuten, dadurch entsteht ihr ganz eigenes Bild von dieser Welt. Dieses Bild entsteht immer auch durch die Kommunikation mit anderen Menschen. Je intensiver dieser Austausch ist, desto differenzierter wird das Bild der Welt sein. Unsere Aufgabe als pädagogische Fachkräfte ist es also, vielfältige Anregungen zu geben und uns auf die Deutung der Welt durch die Kinder einzulassen.

Bindung als Grundlage von Bildung

Bildung ist nur auf der Grundlage von stabilen Beziehungen denkbar. Dass ein kleines Kind ein gutes Vertrauen in sich und diese Welt entwickeln kann, hängt entscheidend von den ersten frühen Erfahrungen des Kindes mit seinen Bezugspersonen ab; von der Zuverlässigkeit und der Feinfühligkeit, mit der die Bedürfnisse des Kindes beantwortet werden.

Das Kind erlebt seine Bezugspersonen als einen sicheren Hafen, von wo es sich aufmachen kann in seinem Entdeckerdrang und wohin es immer wieder zurückkehren kann, um aufzutanken und auch um Trost zu erfahren. Es kann dadurch die Erfahrung verinnerlichen, dass es in der Welt etwas bewirken kann und dass Hilfe angeboten wird, wenn sie vonnöten ist.

Unsere wichtigste pädagogische Aufgabe besteht darin, Kindern solche Bindungen und Beziehungen anzubieten und zu ermöglichen.

Pädagogischer Ansatz

Wir arbeiten situationsbezogen, indem wir die Bedürfnisse der Kinder beobachten, analysieren und daraus unsere pädagogische Arbeit gestalten. Das heißt für uns, im Mittelpunkt steht das Kind mit all seinen Lebensbezügen. Die situationsorientierte Pädagogik steht für ein Lernen in Handlungszusammenhängen, die für Kinder überschaubar sind, also am Erfahrungsschatz und den Erlebnissen, Wünschen und Visionen der Kinder anknüpfen. Wir schaffen Voraussetzungen, dass Kinder ihr Leben in der Kindertageseinrichtung aktiv mitgestalten können und Werte und Normen des Zusammenlebens im Alltag erleben. Dabei verpflichten wir uns dem Respekt und der Achtung vor der Einzigartigkeit und Individualität der Kinder, so dass die Kinder ihre Kindertageseinrichtung als einen Ort der Wertschätzung erleben.

Um diesen pädagogischen Grundhaltungen gerecht zu werden, setzen wir uns regelmäßig mit der Weiterentwicklung und Sicherung unserer pädagogischen Qualität auseinander, setzen uns Ziele und Standards für die Bildungs- und Erziehungsprozesse in unseren Kindertageseinrichtungen.

(ausgerichtet an den Grundsätzen zur Bildungsförderung für Kinder von 0-10 Jahren des Landes Nordrhein-Westfalen)